Brauchen wir einen Staat?

Wenn wir in unsere eigene Geschichte schauen müssen wir feststellen, dass es ein deutsches Volk zu keiner Zeit gegeben hat. Das Gebiet, in dem wir leben, wird als Deutschland oder Germany bezeichnet (das bezieht sich auch auf alle anderen Gebiete, in denen die deutsche Sprache gesprochen wird). Von jeher waren es unterschiedlich deutsche (Teodische) Völker die in ihren angestammten Gebieten nach dem Subsidiaritätsprinzip gelebt haben.

Subsidiarität kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie Hilfe, oder Reserve. Im Gegensatz zu der Rechtsidee des zentralistischen römischen Reiches, unter der wir Heute noch leiden, stellt dieses System das Individuum, den Menschen und seine Selbstverwirklichung in den Mittelpunkt. Es orientiert sich an den Stamm als größere Familienverbände wie es bei unseren Ahnen üblich war. Diese Sippen waren in Dorfgemeinschaften eingebunden, standen untereinander in regem Austausch und unterstützten sich gegenseitig. Grundsätzlich besagt das Subsidiaritätsprinzip das alles, was von einem Menschen vollbracht werden kann bei diesem zu belassen ist. Das gleiche gilt auch für die Familie, die Sippe, den Stamm oder das Dorf. Was eine Gemeinschaft von Menschen selbst erledigen kann, darf ihnen nicht entzogen werden. Erst wenn Aufgaben oder Problemlösungen von der kleinsten Einheit nicht mehr selbständig und eigenverantwortlich bewältigt werden kann wird dies an eine höhere Ebene abgeben. Diese höhere Organisationsform greift dann subsidiär, also unterstützend, in den Handlungsablauf ein.

Wir verabschieden uns also von den bisherigen Systemen und gehen den Weg in eine sogenannte akratischen Gesellschaft. Der Akrat ist jemand, der sein Handeln selbst bestimmt, Entscheidungen trifft und die Verantwortung dafür übernimmt. Ihm ist nicht nur eine freiheitliche Überzeugung, sondern auch ein freiheitlicher Lebensstil eigen; zu einem anderen wäre er gar nicht mehr imstande. Dieser Lebensstil ist eingebettet in die natürlichen Rhythmen, die er respektiert und auch mit ihnen umzugehen weis. Die akratische Gesellschaft ist kurz gesagt menschliches Zusammenleben ohne irgendeine Art von äußerem, künstlichem Zwang. Sie ist nur auf eigenwirtschaftlicher, föderaler Grundlage entwicklungsfähig. Sie kann den restlosen Abbau der bisherigen Staatsstrukturen vollbringen und bedarf keiner Zentrale. Der Weg zur Akratie besteht nicht darin derzeitige Staatsmodelle zu verbessern oder zu vernichten. Das ist aufgrund der freiheitlichen Denkstruktur eines Akraten gar nicht möglich. Vielmehr bilden die Akraten sich selbst organisierende und am besten sich selbst versorgende Gruppen und Gemeinschaften mit ihrer jeweiligen Vision - wie zum Beispiel Keltendörfer - und vernetzen sich zu einer Subkultur (akratischen Gesellschaft), die neben den derzeit Herrschenden Systemen existiert bis diese sich selbst auflösen (oder gegen die Wand fahren).

Wenn einmal das Leben der Menschen so vollkommen sein wird, dass es sich von selbst regeln wird, sind keine Repräsentanten mehr nötig. Wir werden dann eine aufgeklärte Herrschaftslosigkeit haben.

In einem solchen Staat wird jeder sein eigener Herrscher sein. Jeder wird sich dann so regieren, dass er seinen Nachbarn nie im Wege steht. Im idealen Staat wird also keine politische Macht vorhanden sein, weil überhaupt kein Staat mehr besteht.
Mahatma Gandhi

Im obigen Abschnitt werden die Keltendörfer als Gemeinschaften mit ihrer jeweiligen Vision beschrieben. Eine starke Vision kann von einem oder mehreren Menschen getragen und weiter gegeben werden. Sie ist aber nur stark und findet Verbreitung, wenn alle dieselbe Vision teilen. Wenn also jemand nicht in diese Vision passt, dann muß er gehen und sich einer anderen Vision anschließen oder seine eigene finden.

Die akratische Gesellschaft, wie sie oben von Mahatma Gandhi auf den Punkt gebracht wurde, kann in der momentanen Situation auch nur eine Vision, ein Ziel sein, auf das wir hinarbeiten. Aufgrund jahrhunderte andauernder Gehirnwäsche verbunden mit radikaler Fälschung der Geschichtsschreibung haben die meisten Menschen einen falschen Bezugspunkt in ihrer Weltanschauung. Das beste Beispiel hierfür ist das Wort Monarchie! Jeder meint zu wissen, dass dies etwas ganz schlechtes und furchtbares ist. Ist das wirklich so? Was ist eine parlamentarische Monarchie? Wie lebt es sich unter einem König, dessen oberste Staatspflicht Sicherheit und Volkswohlfahrt ist und der im Rahmen des Subsidiaritätsprinzips alles von unten nach oben regeln läßt? Waren zum Beispiel die sogenannten Gründerjahre des deutschen Kaiserreiches wirklich schlecht? Ist es für ein Volk von Nachteil, wenn man die weltweit führende Nation in Wissenschaft und Technik ist? Oder haben wir vielleicht nur eine sehr verzerrte Sichtweise auf die Dinge? Könnte es sein, dass es gewisse Interessengruppen gibt die gar nicht wollen, dass wir jemals erfahren wie es wirklich war? Bitte einfach mal recherchieren und selbständig nachdenken! In dieser Übergangszeit ist es durchaus denkbar, dass der Weg zur Akratie über die Monarchie führt. Zumindest würde das für die Entwicklung und Entfaltung unterschiedlicher Keltendörfer einen erheblichen besseren Nährboden bieten als das System, in dem wir uns Heute befinden.